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Der Stammbaum des Planspiels geht zurück auf Kampfspiele in Indien (v.a. das um 1000 v. Chr. entstandene "Chaturango") sowie das in Persien entstandene Schachspiel (um 800 v. Chr.). Diesen traditionellen Kampfspielen lag bereits die Idee zugrunde, die auch zum Erfolg aktueller Planspiele beiträgt: eine Möglichkeit zu schaffen, Vorgänge in der realen Welt besser zu verstehen und Entscheidungen risikofrei treffen zu können. Auf Basis dieser Kampfspiele entwickelten sich gegen Ende des 17. Jahrhunderts die ersten einfachen Kriegsspiele, die sich in den folgenden drei Jahrhunderten mehr und mehr vom ursprünglichen Schachspiel entfernten (Entwicklung vom Schachbrett über die Landkarte hin zum Geländeprofil). Die Anfänge der betriebswirtschaftlichen Anwendung dieser Methoden liegen am Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach dem zweiten Weltkrieg verstärkten sich die Bemühungen, die Potentiale solcher Simulationen auch für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Das erste Modell - die "Top Management Decision Simulation" - wurde hierfür 1956 von der "American Management Association" entwickelt. Auch in Deutschland verbreitete sich die Planspielidee schnell. Dr. Walter E. Rohn gründete 1981 die "Deutsche Planspielzentrale" (DPSZ), um die Verbreitung des Planspiels in Deutschland systematisch zu fördern. Inzwischen existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle und Planspielkonzepte.