Didaktik-Reihe Teil 1:Von Beginn an begeistern – Starten Sie gekonnt ins Planspiel-Seminar

Mangelnde Begeisterungsfähigkeit und geringe Motivation der Teilnehmer beeinträchtigen die in einem Planspiel-Seminar angestrebten Lernerfolge und stellen manchmal selbst erfahrene Seminarleiter auf eine harte Probe. TOPSIM erklärt, wie Sie Ihre Teilnehmer in 4 Schritten erfolgreich durch das Planspiel begleiten und so deren Motivation maßgeblich steigern.

  • Eigene Erwartungen und Ziele definieren

Bereits im Voraus sollte sich der Seminarleiter sowohl inhaltlich vorbereiten. Er sollte sich mit den Lernenden und den Bedingungen unter welchen das Seminar stattfinden wird beschäftigen: Wer ist die Zielgruppe, welche Inhalte sollen vermittelt und welche Lernziele sollen erreicht werden? Welches Vorwissen bringen die Teilnehmer mit und sind sie motiviert  zu lernen? All diese Fragen sollten Sie sich bei der Seminarkonzeption stellen, um Ablauf und Inhalt möglichst gut auf Ihre Teilnehmer abzustimmen und so die Effektivität ihres Seminars zu maximieren.

  • Für Struktur und Klarheit sorgen

Damit Lerninhalte effektiv vermittelt werden können, muss auf Seiten der Seminarteilnehmer Motivation und ein gewisses Maß an Lernbereitschaft vorhanden sein. Aber wie motiviert man die Seminarteilnehmer?

Maßgeblich beeinflusst werden kann die Grundeinstellung der Teilnehmer bereits durch die richtige Einführung in das Planspiel-Seminar. Ihnen als Seminarleiter mag das Konzept der Veranstaltung klar und verständlich vorkommen, doch aus Sicht der Lernenden herrscht gerade zu Beginn oft Unklarheit über die Lernziele und den Seminarablauf. Deshalb ist es wichtig, einen Überblick über die geplanten Aktivitäten zu geben sowie die Teilnehmerstimmung abzufragen und offen zu sein, weitere inhaltliche Schwerpunkte mitaufzunehmen.

  •  Die Teilnehmer aktiv in die Planung einbeziehen

Die Teilnehmer müssen von Ihnen als Seminarleiter abgeholt werden und die Möglichkeit haben, Sie und andere Teilnehmer im ersten Schritt näher kennenzulernen. Sinn und Zweck sowie die Inhalte der Veranstaltung sollten anschaulich vermittelt und erklärt werden. Optimalerweise geschieht dies nicht starr durch Frontalbeschallung des Trainers, sondern interaktiv in der Gruppe. Eine Möglichkeit für einen gelungenen Seminareinstieg bietet neben einer Vorstellungsrunde das Abfragen der Teilnehmererwartungen in Form einer Ideensammlung:

Seminargestaltung Ideensammlung

Beispiel: Ideensammlung aus dem TOPSIM – Seminarleitertraining

Die Teilnehmer notieren in einer kurzen Reflexionsphase je zwei bis drei Punkte, die Ihnen für das gemeinsame Seminar von Bedeutung erscheinen. Mit welchen Erwartungen kommen die Teilnehmer in das Planspiel-Seminar? Was sind ihre persönlichen Lernziele, welche Themengebiete sind besonders interessant und wo gibt es Wissenslücken? Gibt es thematische Gebiete, auf die besonders intensiv eingegangen werden soll?

Dabei können fachspezifische, methodische oder auch sehr allgemeine Themen angesprochen werden. Ob „Verständnis für den Produktionsprozess des Unternehmens“, „besseres Arbeiten im Team“ oder schlicht und einfach „Spaß“, all diese Erwartungen werden festgehalten, in der Gruppe diskutiert und schließlich zu Themengebieten gegliedert.

Lernziele und mögliche Themenbereiche werden so gemeinsam erarbeitet und ermöglichen Ihnen neben Ihrem Seminarkonzept inhaltliche Schwerpunkte zu setzen und somit gezielter auf die Teilnehmer eingehen zu können. Davon werden nicht nur Sie als Seminarleiter sondern auch alle Teilnehmer profitieren.

  • Erfahrungen gemeinsam verarbeiten und auswerten

Die Ideensammlung hilft Ihnen nicht nur, Ihre Seminarteilnehmer zu Beginn der Veranstaltung zu verstehen und Inhalte gegebenenfalls an deren Bedürfnisse anzupassen, sie kann auch für einen gemeinsamen Abschluss der Veranstaltung eingesetzt werden.

Erfolgreiche Seminargestaltung

Checkliste: Erfolgreiche Seminargestaltung

Nach Abschluss der fachlichen Seminarinhalte bietet es sich an, eine Reflexionsrunde in der Gruppe durchzuführen und die zu Beginn notierten Gedanken und Erwartungen mit dem während der Veranstaltung Erlebten zu vergleichen. Dadurch können zum einen Anregungen zur Verbesserung des Seminarkonzepts aufgezeigt werden und zum anderen werden Lernerfolge bewusst wahrgenommen und verarbeitet.

Durch eine offene, beidseitige Kommunikation wird die gemeinsame Seminarzeit optimal ausgenutzt und die Lernerfolge gesteigert. Begleitende Übungen wie das vorgestellte Onboarding helfen, aus Ihrem Seminar eine erfolgreiche Lehrveranstaltung und zeitgleich ein echtes Erlebnis zu machen.

Im nächsten Teil unserer Reihe erklären wir, wie Sie Spielperioden richtig auswerten und dadurch signifikante Lernerfolge bei den Teilnehmern erzielen.

 

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In unserer Reihe zum Thema „Ganzheitliche Lehrkonzepte“ begleiten wir Sie Schritt für Schritt durch Ihr Planspielseminar. Seien Sie gespannt auf die Expertentipps für die noch folgenden Themen “Gelungene Auswertung der Spielperioden“, „Unterstützende Zwischenaufgaben zwischen den Spielrunden“  und “Zeitgewinnung in unvorhersehbaren Situationen“.

Die komplette Reihe können Sie auch zusammengefasst als Whitepaper downloaden.

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