Online-Seminar an der Hochschule Rhein-Waal

Der Austausch mit Partnerhochschulen aus aller Welt ist für viele Studierende eines der Highlights ihres Studiums. In andere Länder fliegen und sich mit internationalen Kommilitoninnen und Kommilitonen zu treffen ist durch die Pandemie jedoch momentan leider alles andere als einfach. Prof. Dr. Dietrich Darr von der Hochschule Rhein-Waal setzt deswegen auf ein gemeinsames, virtuelles Planspielseminar.

Dietrich Darr ist Professor für Agribusiness an der Hochschule Rhein-Waal. Normalerweise würden in seinen Vorlesungen Austauschstudierende von zahlreichen Partnerhochschulen sitzen. Auch etliche Studierende der Hochschule Rhein-Waal würden ein Semester im Ausland verbringen. Dieses Jahr suchte man nach einer Alternative und wurde in TOPSIM – Startup fündig. Gemeinsam mit zwei Hochschulen aus Russland, einer aus Kirgistan, der Ukraine und Ghana organisierte er ein internationales Planspielseminar.

Asynchrones Lernen

Gespielt wurde im Wintersemester mit Unterbrechung durch die Weihnachtspause insgesamt 8 Wochen lang. Die Studierenden aus Deutschland waren im 5. Semester des Bachelorstudiums, die ausländischen Studierenden befanden sich teilweise auch in höheren Semestern. Im November wurde zunächst mit einer Einführungsveranstaltung gestartet, danach sollten die Teams, die mit zwei bis fünf Personen besetzt waren, einen Businessplan und eine Strategie für ihr Unternehmen entwickeln. Anschließend folgte die Gründung des Unternehmens, welche die Gruppe auch im Plenum präsentierten.

Geplant war ursprünglich, dass die Studierenden die Perioden zu einer synchronen Seminarzeit spielen und die Ergebnisse in der zentralen Cloud eintragen. Allerdings war das wegen der Zeitverschiebung zwischen Standorten von sieben Stunden nicht so einfach. Die Teams spielten also innerhalb einer Woche individuell – manche Teams setzten sich in den synchronen Webex-Meetings zusammen und hatten gleichzeitig die Möglichkeit, direkt Fragen an Herrn Darr und seine Kollegen zu stellen. Andere wiederum sprachen sich über weitere Kanäle wie Skype oder auch WhatsApp ab und reichten nur ihre Ergebnisse ein.

Infografik: Startup an der Hochschule Rhein-Waal TOPSIM

Positives Feedback: Interkultureller Austausch

Für diesen ersten Durchgang eines Planspiels mit den Partnerhochschulen wurden die Teams innerhalb der jeweiligen Partnerhochschule zusammengestellt. Das machte die die Organisation und Durchführung des Seminars ein wenig einfacher. In kommenden Runden könnte man sich allerdings durchaus vorstellen, die Teams auch international zu mischen. Da die Studierenden der Partnerhochschulen zwar ähnliche, aber nicht dieselben Studiengänge studierten, könne neben dem interkulturellen auch ein interdisziplinärer Austausch stattfinden. Für die ausländischen Studierenden stand bei der Simulation in diesem Wintersemester vor allem im Vordergrund, Englisch als Fremdsprache zu praktizieren. Die fachlichen Inhalte waren eher für die Studierenden aus Deutschland relevant, da diese, im Gegensatz zu ihren internationalen Kommilitoninnen und Kommilitonen, benotet wurden.

Alle Studierenden sollten am Ende des Planspiels eine Präsentation halten und die Ergebnisse hinsichtlich ihrer Strategie reflektieren. Die Ergebnisse des Planspiels waren bei den Teams generell sehr unterschiedlich, auch aufgrund der unterschiedlichen Studienfächer. Nichtsdestotrotz hat das Seminar insgesamt recht gut funktioniert. Das Feedback der Studierenden war durchweg positiv und das Planspiel wurde als bereichernd empfunden, vor allem bei den ausländischen Studierenden stand der Spaß im Vordergrund.

Warum TOPSIM – Startup im Studiengang Agribusiness?

Und wie passt eigentlich TOPSIM – Startup in den Studiengang Agribusiness? Zugegeben, Surfbretter haben nicht wirklich etwas mit dem späteren Arbeitsfeld der Studierenden zu tun. Allerdings werden viele zukünftige Absolventinnen und Absolventen Businesspläne und Strategien entwickeln müssen oder wollen vielleicht ihre eigenen Unternehmen gründen. Das Planspiel knüpft also daran an, was der ein oder andere nach dem Studium tatsächlich vorhat – und vermittelt dafür wichtige Kompetenzen auf eine unterhaltsamen Weise. Nichtsdestotrotz hebt Prof. Dr. Darr den Aufwand dieses Seminars hervor: man müsse durchaus genügen Ressourcen einplanen, um Rückfragen immer beantworten zu können. So haben in diesem Fall Tutoren eine unterstützende Rolle eingenommen, damit die Studierenden in ihren Fragen nicht allein gelassen wurden.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Darr für den Einblick in das spannende Seminarkonzept und hoffen, dass wir auch in Zukunft wieder von internationalen Planspielseminaren an der Hochschule Rhein-Waal hören können!

2. März 2021
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