Planspiele in der Praxis: Untnernehmensplanspiel an Schulen in Kooperation mit der FHDW

Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) bietet Schülern die Möglichkeit ihre wirtschaftlichen Ambitionen mithilfe eines Unternehmensplanspiels zu testen und verschafft damit Hochschulen, Unternehmen und Schülern große Vorteile. Seit 2007 führt Andreas Jäsche als freier Lehrbeauftragter der FHDW die Planspielseminare an verschiedenen Schulen durch. In diesem Blogartikel erzählt er uns wie diese Planspieleinsätze ablaufen und welche Chancen sich dabei für alle beteiligten Parteien ergeben.

Die FHDW vereint durch duale und berufsbegleitende Studiengänge nicht nur Theorie und Praxis, sondern auch die Interessen von Hochschule und Unternehmen. Darüber hinaus bieten sie umfangreiche Angebote für Schüler, um diese bestmöglich zu informieren und auf die spätere Studien- und Berufssituation vorzubereiten. Ein Teil davon ist die Möglichkeit noch vor dem Abitur erste praxisnahe Erfahrungen im Planspiel zu sammeln.

Die Teilnehmer, die üblicherweise kurz vor dem Abitur stehen (11./12. Klasse), konkurrieren im Planspiel gegen fiktive Unternehmen ihrer Mitschüler. Dabei sind nicht zwingend wirtschaftliche Vorerfahrungen nötig. Das Planspiel ist für Schüler und Klassen aus allen Bereichen geeignet. Daran anschließend finden manchmal auch schulenübergreifende Planspiel-Wettbewerbe statt, bei denen die Siegerteams verschiedener Schulen gegeneinander antreten.

Infografik: TOPSIM an Schulen mit der FHDW

Wie läuft der Planspieleinsatz an Schulen ab?

Nach Vereinbarung mit der Schule kann das Planspiel an einem kompletten Tag oder an zwei Nachmittagen in den Räumlichkeiten der Schule oder der FHDW durchgeführt werden. FHDW-Dozent Andreas Jäsche führt die Schüler dabei durch das Planspiel. Mit maximal 5 Teams à 5 Spieler werden je nach Zeit und Interesse 3 bis 4 Perioden des Planspiel TOPSIM – Basic (Vorgänger von TOPSIM – easyManagement) gespielt.

Das Seminar startet dabei mit einer kurzen Einführung und einer Vorstellung der wichtigsten wirtschaftlichen Begrifflichkeiten. Danach sollen die Teilnehmer direkt die Entscheidungen der ersten Periode in ihren jeweiligen Teams treffen. Der Spielleiter unterstützt die Gruppen dabei und beantwortet Fragen. Der Spielleiter simuliert dann die Periode und eine Auswertung findet im großen Forum statt. Hier wird der allgemeine Verlauf der Periode besprochen und der Dozent gibt kurze Inputeinheiten unter anderem zu Themen wie dem Marketing-Mix, der GuV, der Bilanz oder der Eigenkapitalquote. Die Teilnehmer gehen dann wieder in ihre Teams um die nächsten Entscheidungen zu treffen und an dieser Stelle auch nochmal genauere Erklärungen zu den Ergebnissen ihrer Periode zu erhalten. Dieser Ablauf setzt sich fort, bis alle Perioden gespielt sind. Zum Schluss folgt dann noch ein übergreifendes Feedbackgespräch.

Um den Lerneffekt des Planspiels zu unterstützen, wird es durch kurze theoretische Inputeinheiten ergänzt. Auch kleine Eigenleistungen der Schüler wie zum Beispiel die Entwicklung von Firmennamen und Logos, sowie kurze Präsentationen werden zusätzlich eingesetzt.

Was sind die Vorteile eines Planspieleinsatzes mit Schülern?

Die durchführende Hochschule, Partnerunternehmen und die Schüler selbst profitieren von den Erfahrungen im Planspiel. Für die Schüler stellt es eine Art Vorbereitung auf Studium, Beruf oder Ausbildung dar. Sie können ausprobieren, welche Bereiche sie interessieren oder nicht. Außerdem können sie durch das Planspiel besser einschätzen, was wirklich im Studium und Beruf auf sie zukommt und somit fundierte Entscheidungen für ihre Zukunft treffen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Hochschulen und Unternehmen Studenten erhalten, die wissen, was sie erwartet und somit Abbrecherquoten reduzieren können. Die erlernten Grundkenntnisse können dann im Studium und im Berufsalltag wieder aktiviert werden. Einige Teilnehmer entscheiden sich danach, ein Studium an der FHDW zu beginnen. Hier werden sie dann sogar nochmal mit der Lehrmethode Planspiel konfrontiert und dürfen das komplexere Planspiel TOPSIM – General Management spielen.

Das Feedback der Schüler auf das Planspiel ist sehr positiv. Der Themen- und Rollenwechsel ist bei ihnen sehr willkommen und führt dazu, dass selbst ruhige Schüler oftmals aus sich heraus kommen und die Initiative ergreifen. Neben den fachlichen Einblicken sind auch erlernte Soft Skills wie Teambuilding sehr hilfreich.

“So bot uns das Planspiel nicht nur neue Herausforderungen, sondern half uns auch bei der Berufsorientierung. Jeder Teilnehmer konnte am Ende des Planspiels beurteilen, ob ihm diese Aufgaben Spaß gemacht haben und er sich auch in seiner beruflichen Zukunft über den Bereich der Wirtschaft weiter informieren möchte.”

Fazit eines Schülers

Wir bedanken uns bei Andreas Jäsche für das spannende Einsatzkonzept zu TOPSIM – Basic an Schulen und hoffen auf viele weitere erfolgreiche Planspieleinsätze!

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