Tourismus trotz Corona? TOPSIM – Destinations Management an der HS Stralsund

HS Stralsund Destinations Management

Das strategische Planspiel TOPSIM – Destinations Management bildet eine Berg-Destination in den Alpen ab. Die Aufgabe der Teilnehmenden ist es, verschiedene ortsansässige Tourismusunternehmen zu leiten. Das Planspiel war somit prädestiniert für die Master-Studierenden des Studiengangs Tourism Development Strategies (TDS) der Hochschule Stralsund, die die Simulation in Sommersemester 2021 durchgeführt haben.

Worum geht es?

Die insgesamt 23 Studierenden befanden sich im zweiten Semester ihres Masters. Das Planspielseminar wurde semesterbegleitend durchgeführt, innerhalb der Veranstaltung „Strategic Destination Development“ – aufgrund der Pandemie auch online. Dennoch hat die Durchführung des Spiels gut funktioniert.

In der Simulation gilt es eine Doppelrolle auszufüllen: Zum einen liegt das Ziel darin, eine Destination (in diesem Fall liegt sie in den Schweizer Alpen) gemeinsam als Gruppe weiterzuentwickeln und zu managen. Dafür erarbeiten die Teams zu Beginn zunächst eine geeignete Strategie. Zum anderen übernehmen die Studierenden die Rolle verschiedener Leistungsträger (Hotels, Event- & Sportagenturen, Bergbahnen und eine DMO) und sind damit für das eigene Unternehmen verantwortlich. Wie kann diese Doppelrolle bestmöglich erfüllt werden, insbesondere, wenn eigene Unternehmensinteressen von der Gesamtstrategie der Destination abweichen?

HS Stralsund TOPSIM Destinations Management

Erfolgreiche Seminar-Durchführung

Auch die Gruppe der TDS-Studierenden konnte sich schnell und problemlos auf die Aufteilung der einzelnen Unternehmen und Aufgaben einigen. Die Gruppe bildete Teams mit zwei oder drei Mitgliedern. Nach einigen anfänglichen Herausforderungen verlief die Simulation über die Perioden hinweg fast reibungslos. Die einzelnen Akteure arbeiteten harmonisch zusammen, um die Destination Alpenort gemeinsam weiterzuentwickeln. Bereits nach wenigen Perioden konnten die Kundenzufriedenheit und die Beliebtheit der Destination gesteigert werden.

Begleitet wurde die Simulation, die innerhalb einer Lehrveranstaltung Anwendung findet, durch die Vermittlung von Theorie und dem Einsatz von Gastreferent:innen aus der Praxis, z.B. durch die Inhaberin eines Hotels oder den Betriebsleiter einer Tourismusorganisation. Damit wurde der Bezug zur Praxis aus der Sichtweise der konkreten Leistungsträger:innen unmittelbar hergestellt.

Positives Feedback

Mit der Simulation können verschiedene Szenarien des späteren Berufslebens realitätsnah erlebt werden. Es wird eine möglichst reale Arbeitsumgebung geschaffen, in welcher die Teilnehmer:innen ihre Fähigkeiten „risikolos“ erproben können. Sie schlüpfen sozusagen in die Rolle von Unternehmer:innen und lernen, wie sie z. B. durch intelligentes Marketing, langfristige Budgetplanung und geeignetes Produktmanagement ihr Unternehmen voranbringen können. Genau darin liegt der besondere Wert, denn durch eigene individuelle Entscheidungen, werden konkrete Erfahrungsprozesse ermöglicht. Das Planspiel vertieft aber nicht nur das betriebswirtschaftliche Verständnis, welches beispielsweise durch umfangreiche Analyse der Ergebnisse und die Erarbeitung von gesonderten Cash Flow Statements gewährleistet wurde. Ebenso sind die Förderung der zwischenmenschlichen Kommunikation und die Lösung von Konflikten durch Diskussion und Reflektion Fähigkeiten, die die Studierenden ausbauen konnten. Ein Zitat des Studenten Felix rundet diese Sichtweise ab:

TOPSIM – Destinations Management hat uns eine interessante Möglichkeit geboten, ein Unternehmen in einem realistischen Umfeld zu führen. Damit konnten wir einen ersten Einblick in die Tourismusbranche erhalten und durch die aktiv gestaltete Zusammenarbeit blieb die Lehre abwechslungsreich und spannend!

Wir freuen uns über den gelungenen Planspieleinsatz und bedanken uns bei dem Studierenden Bo-Hisiang Yang und der Dozentin Steffi Schnierer für den Input zum Blogartikel! Hier noch ein paar Eindrücke aus dem Online-Seminar: